Cybersicherheit

MÜNCHEN „Bayern: Heimat.Lokal.Digital.“ lautet der Titel einer neuen Veranstaltungsreihe des CSUnet, mit der in ganz Bayern die Themen rund um Digitalisierung mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden soll. Zum Auftakt konnte für München der CSU Arbeitskreis ASP sowie das UnternehmerTUM als Kooperationspartner gewonnen werden, um mit ausgewiesenen Experten über das Thema Cybersicherheit zu diskutieren. Moderiert wurde die Veranstaltung durch den Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl, der stellvertretender Vorsitzender des CSUnet und Vorsitzender Fachausschuss Sicherheitspolitik-Bundeswehr des ASP ist.

Neben einer Podiumsdiskussion hielt Wilfried Karl ein Keynote „Ein Jahr ZITiS“. Er ist Präsident der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich. ZITiS ist das Start-Up unter den Behörden. Als neue, junge Organisation ist ZITiS nicht von Vorschriften und Hierarchien durchdrungen, bietet aber alle Vorzüge eines öffentlichen Arbeitgebers. Beim Aufbau der Behörde habe man sich bewusst für die Start-Up Organisation entschieden, um aus dem Neuanfang die größte Kraft entfalten zu können. Erste Erfolge könne die Behörde schon verzeichnen, Einzelheiten nannte er jedoch nicht. Die Anwerbung von Personal sei gut angelaufen, ca. 60 Dienstposten von 400 seien bereits besetzt. Der Zielstandort soll sich auf dem Bundeswehrgelände in Neubiberg befinden, mit direkter Nähe zur Bundeswehr-Universität.

Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek, Leiterin des Lehrstuhls für Kommunikationssysteme und Netzsicherheit an der Universität der Bundeswehr München, schwärmte von dem neuen Masterstudiengang „Cyber-Sicherheit“ an ihrer Universität. In die Universität der Bundeswehr in München werde viel investiert. Man wolle sich in den nächsten zwei Jahren einen Quantencomputer mit 50 Qubits anschaffen. Vermutlich gebe es bis dahin dann drei in dieser Größe – weltweit. Momentan werden maximal 17 Qubits erreicht. Doch erst bei 30 bis 50 Qubits ist der Quantencomputer den bisherigen Superrechnern wirklich überlegen. Prof. Dr. Rodosek möchte mit ihren Studierenden ganz vorne mit dabei sein.

Dirk Mühlenweg, Head of IoT Government Industry IBM Global, stellte den durch die Digitaliserung angetriebenen rasanten Wechsel unserer Gesellschaft dar. Am Beispiel des Hafen von Amsterdam zeigte er, wir sich Schiffe durch geschickte IT-Unterstützung schneller Be- und Entladen lassen. Jede Stunde Zeitgewinn bringt der Rederei bis zu 70.000 Euro.

Das Publikum diskutierte fast eine Stunde mit den Teilnehmern des Panel. Viele Gespräche wurden im Anschluss der Veranstaltung vertieft. Die Veranstaltungsreihe geht damit genau den richtigen Weg, denn der Diskurs ist bei diesen großen Herausforderungen besonders wichtig.