3. Wehrtechnischer Kongress der CSUDer Wehrtechnische Kongress der CSU gilt in Bayern als einzigartige Kommunikationsplattform für Fragen der wehrtechnischen Beschaffung und des Exports. Der Kongress ermöglicht Entscheidungsträgern aus Industrie und Politik einen ungezwungenen und direkten Kontakt, der das notwendige Verständnis in der Zusammenarbeit vertieft, um Zukunftsperspektiven innovativer Technologien aus Bayern zu sichern. Der Bundeswehrstandort Lechfeld ist in einer Diskussion ebenfalls zum Thema gemacht worden.

Eröffnet wurde der Kongress von Hans Raidel, dem Ehrenvorsitzenden des ASP. Für ihn sei die Neuausrichtung kein Sparprogramm sondern ein Zukunftsprogramm welches die Kern- und Systemfähigkeiten der Bundeswehr sichern würde. Neben dem Parlamentarischen Staatssekretär beim BMVg Christian Schmidt ist auch Thomas Kreuzer, Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei ein Redner des Kongresses gewesen.

Kreuzer betonte unter anderem, dass aus Sicht der Staatsregierung der Erhalt der Standorte Roth und Lechfeld ein Erfolg sei. Auf Nachfrage wies Kreuzer darauf hin, dass der Flugplatz Lechfeld mehrere Nutzer habe und es deshalb wichtig gewesen sei ihn zu behalten. Christian Schmidt erwähnte zusätzlich, dass es weiterhin vorrangig um eine militärische Nutzung des Flugplatzes Lechfeld gehe. Wie erwähnt sei diese Entscheidung eine Entscheidung die auf die Zukunft ausgerichtet sei, auch wenn man zukünftig auf das JaboG 32 verzichten müsse. Er erinnerte im übrigen auch an die innovative Bundeswehrschule, die ebenfalls auf dem Lechfeld angesiedelt sei und eine wichtige Rolle für die Zukunft des Lechfeldes einnehmen werde.

Viele weitere Redner gaben den Kongressteilnehmern interessante Einblicke (hier ein kleiner Auszug):
So sprach Peter Schlote, CEO bei Tesat Spacecom, von ausgeschöpften Radiofrequenzen und der Notwendigkeit neue Technologien in Zukunft einsetzen zu müssen (z.B. Laserkommunikation). Am Beispiel "Global Hawk" zeigte er auf, wie die derzeitige Übertragungsbitrate von 50 Mbit/s auf zukünftig 274 Mbit/s steigen würde.
Detlef Selhausen, Ministerialdirektor im BMVg, erleuterte die Neuaufstellung im BMVg in der Abteilung "Ausrüstung Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr".