ASP Bezirksversammlung AugsburgDer CSU Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) des Bezirksverbandes Augsburg wählte gestern Gisbert Majeres zum neuen Vorsitzenden. Neben dem Bezirksvorsitzenden der CSU Augsburg Johannes Hintersberger, war auch der Landesvorsitzende des ASP und parlamentarischer Staatssekretär des BMVg Christian Schmidt anwesend.

Staatssekretär Schmidt verdeutlichte in seiner Ansprache, wie vielseitig die Schwerpunkte im ASP sind. Die Euro-Krise, die außenpolitische Entwicklung in Syrien und natürlich auch die Bundeswehrreform waren einige seiner Themen. Auf Wunsch des neuen Vorsitzenden ging Schmidt intensiv auf die Thematik Bundeswehrreform auf dem Lechfeld ein.

Derzeit werde noch an der Realisierungs- sowie Feinausplanung gearbeitet, erklärte Schmidt. Das Ministerium habe den Abschluss der Planungen bis Mitte des Jahres vorgegeben. Spätestens dann werde man die Angehörigen der Bundeswehr informieren können. Der Flugplatz Lechfeld werde nach dem Abzug des Jagdbombergeschwaders als Ausweichflugplatz für Neuburg benötigt, damit deren Auftrag (Alarmrotte) uneingeschränkt erfüllt werden könnte. Man plane derzeit den Flugplatz mit 40 Stunden pro Woche zu betreiben.

3. Grundlage der StationierungsentscheidungBereits vor der Reform wurde beschlossen, die Anzahl der TORNADO Kampfflugzeuge auf 85 Stück zu reduziert. Unter anderem bleiben für Ausbildungszwecke TORNADO Kampfflugzeuge in den USA stationiert. Der Sonderauftrag des Jagdbombergeschwaders 33 in Büchel soll weiterhin mit dem Waffensystem TORNADO erfolgen. Mit der (vorhersehbaren) immer stärker werdenden Luftraumbelastung südlich des Mains, wurde es für das Lechfelder Geschwader einfach zu eng.

Der Abzug des Geschwaders ist bitter, denn für über 1.200 Standortangehörige wird dies ihre persönliche Lebensplanung berühren. Die Betroffenheiten werden sich für viele erst nach und nach klären. Damit die Neuausrichtung im sozialen Bereich so verträglich wie möglich gestalten wird, will sich der ASP Bezirksverband Augsburg und der ASP Kreisverband Augsburg-Land nun verstärkt mit dessen Umsetzung sowie dem Reformbegleitprogramm auseinandersetzen.

Schmidt und Hintersberger erklärten am Ende, dass das Lechfeld durch die Bundeswehrreform auch gestärkt/bestätigt worden sei. Das Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme werde von Trier auf das Lechfeld (Ulrichkaserne) versetzt. Als Außenstelle des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe würden Teile der Ausbildungseinrichtung (inkl. der ursprünglich nach Erndtebrück zu verlegenden Ausbildung) von Kaufbeuren ebenfalls auf das Lechfeld verlegt werden.

Dies sei der Erfolg des Engagements auf allen Ebenen der Politik – die Bürgerinitiative ProLechfeld wurde hier mehrfach für die ihre Arbeit gelobt. Es sei auch deshalb ein Erfolg, weil durch den Erhalt einer Flugbetriebskomponente über 3.000 Arbeitsplätze der Firma PremiumAEROTEC gesichert werden konnten. Somit können sie weiterhin ihre in Augsburg produzierten Teile per Lufttransport zu den Endmontageorten transportieren.