Die Europäische Union steht vor großen Aufgaben. Längst ist klar, dass ein (Mitglieds-)Staat im Alleingang nicht mehr in der Lage ist, die immer globaler werdenden Herausforderungen zu bewältigen. Mangelnde Energie- und Cyber-Sicherheit, Terrorismus, Klimatischer Wandel und Flüchtlingsströme nach Europa sind nur einige Risikofaktoren die unser Sicherheitsgefüge stark beeinflussen können.

In der Theorie klingt es einfach; wir müssen gemeinsam für ein sicheres Europa sorgen. In der Praxis wird die Umsetzung jedoch erschwert. Von der Finanzkriese haben sich einzelne Staaten bis heute noch nicht richtig erholt. Budgets (und Streitkräfte) wurden weiter reduziert und lokale Interessen haben möglicherweise die Kraft, die Union wieder in Teile zu zersplittern. Die öffentliche Unterstützung für die Europäische Union schwindet aus vielerlei Gründen – letztendlich auch durch Wahlkampfparolen auf Kosten Europas.

Fakt ist, es sitzen nun mehr Europapessimisten bzw. Gegner im EU-Parlament als je zuvor. Ein Gegenmittel könnten höhere Investitionen in Aus- und Weiterbildungen zur Europäischen Union sein. Mit dem 2005 gegründeten Europäischen Sicherheits- und Verteidigungskolleg (ESVK)* ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gegangen worden. Das Kolleg vernetzt verschiedene nationale Ausbildungseinrichtungen, von Universitäten bis zu Schulen, von Akademien bis hin zu Friedensforschungsinstituten. Das ESVK-Sekretariat organisiert derzeit überwiegend Kurse über die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP). Das Prinzip ist lohnenswert und beispielgebend für weitere mögliche Maßnahmen zur Integration und Aufklärung innerhalb der EU.

 

* Das Europäische Sicherheits- und Verteidigungskolleg (ESVK/ESDC) organisiert für die EU eine Vielzahl an Lehrgängen und Kursen, allesamt mit dem Ziel, eine gemeinsame europäische Sicherheitskultur zu vertiefen.

Link zum Europäischen Sicherheits- und Verteidigungskolleg (ESVK/ESDC)