Lagezentrum der KoordinierungsstelleMitglieder des CSU Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) aus dem Bezirksverband Schwaben besuchten am vergangenen Mittwoch die “Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung Bund“ in München. Diese wurde am 25. September 2015 in München eingerichtet, um die Verteilung und den Transport der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge zu organisieren. Im Fokus steht dabei die ausgeglichene Verteilung über Deutschland, berechnet nach dem Königsteiner Schlüssel.

Die meisten Flüchtlinge kommen derzeit über Bayern nach Deutschland. Zur Koordinierung wurden in drei bayerischen Städten sogenannte Transiträume eingerichtet. Im Idealfall erfolgt von dort aus noch am gleichen Tag der Transport zu anderen Zielorten im gesamten Bundesgebiet. Sollte dies nicht möglich sein, können zur kurzfristigen Unterbringung Plätze in eigens dafür eingerichteten Warteräumen bezogen werden.

Die Zusammenarbeit innerhalb der Koordinierungsstelle funktioniere gut, berichtete der Stellvertretende Leiter der Koordinierungsstelle. Mit dem Nachbarland Österreich habe sich die Zusammenarbeit spürbar verbessert. Ungefähr 6.000 Flüchtlinge pro Tag würden eine der Anlaufstellen im Transitraum erreichen. Weitere 6.000 Flüchtlinge pro Tag würden sich ihren eigenen Weg zu den Städten und Gemeinden suchen, um dort Asyl zu beantragen.

Mit der räumlichen Nähe zu den Transiträumen und den Ministerien des Bundeslandes Bayern hat sich München als Standort für die Koordinierungsstelle des Bundes zur Flüchtlingsverteilung offenbar bewährt. Sie sollte deshalb auch in Zukunft hier ansässig bleiben.