Wir - Daheim in GrabenMit dem Inklusions‐ und Sozialraumprojekt „Wir – Daheim in Graben!“ stellt sich die Gemeinde Graben in Kooperation mit dem Caritasverband für die Diözese Augsburg e.V., dem Landkreis Augsburg und dem Begegnungsland Lech‐Wertach e.V. den Herausforderungen, die die demographische Entwicklung mit sich bringt. Ein Jahr nach dem Start des Projektes präsentierte der Projektverantwortliche Ulrich Schwarzenberger zusammen mit Vera Lachenmaier aus dem „Büro Inklusives Graben“ die ersten Ergebnisse bei einem Expertentreffen im Kulturzentrum in Graben.

Das erste Jahr stand besonders im Zeichen der Bedarfsfeststellung. Durch eine Bürgerbefragung wurde erst einmal ermittelt, was die Bürgerinnen und Bürger in Graben überhaupt brauchen. Eigens für das Projekt wurde ein Büro im Rathaus in Graben und später auch im Ortsteil Graben‐Lagerlechfeld eingerichteten. Von dort aus kümmert sich Vera Lachenmaier um Informationsweitergabe, Beratung und Vermittlung; Kooperation und Vernetzung sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Das Ziel ist die Anknüpfung an vorhandene Ressourcen und Stärkung von freiwilligem Engagement.

So kooperiert das Projekt inzwischen mit dem „Helfer‐Pool Graben“, der bereits seit 2010 mit mehr als 40 Freiwilligen eine direkte Nachbarschaftshilfe anbietet. Sei es der Rasen der nicht gemäht werden kann weil sich z.B. der Besitzer ein Bein gebrochen hat oder ein Senior, der den schweren Einkauf nicht mehr nach Hause bringen kann. Hier springt der Helfer‐Pool ein.
Einmal in der Woche wird mit dem Auto der Gemeinde das Einkaufen zu den Nachbarortschaften organisiert. Oder aber es werden Fahrkarten für die öffentlichen Verkehrsbetriebe besorgt, weil die Bedienung des Fahrkartenautomaten für jemanden zu kompliziert geworden ist.

Beispiele gibt es viele. Und klar wird bereits jetzt, dass es sehr oft die kleinen Dinge sind, die helfen können. In monatlichen Treffen organisieren sich Einzelne zu speziellen Themengruppen. Darin wurde zum Beispiel eine Sammlung wichtiger Ansprechstellen und Adressen zu einer Broschüre zusammengeführt, ausgedruckt und an alle Haushalte verteilt. Und klar wird auch, dass das Projekt nur eine Ergänzung und kein Ersatz für professionelle Dienste wie z.B. Fahr‐ oder Betreuungsdienste sein kann.

Wie wird es nun weiter gehen?

Im nächsten Jahr soll im Gemeinderat ein Sozialbeirat eingerichtet werden damit das Projekt auch ohne die professionelle Unterstützung fortgesetzt wird. Darüber hinaus soll die Vernetzung mit ehrenamtlichen Helfern (Vereinen) und professionellen Angeboten fortgesetzt werden. Zusätzlich wird man sich behutsam mit dem Thema „Hilfe‐Annahme“ beschäftigen, da viele sich schämen Hilfe überhaupt anzunehmen/anzufragen. Trotz Bedarf gibt es also im Moment mehr Helfer, als Menschen denen geholfen werden kann.


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