Hansjörg Durz tritt 2017 zu Bundestagswahl anDie Delegierten der CSU Augsburg-Land und Aichach-Friedberg sind am vergangenen Samstag in Neusäß zusammen gekommen, um ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 zu bestimmen. Hansjörg Durz, der vor drei Jahren Eduard Oswald im Deutschen Bundestag ablöste, wurde mit einer hervorragenden Mehrheit bestätigt. 96 Prozent der Delegierten stimmten mit "Ja", es gab keine Gegenkandidaten.

Vor der Wahl berichtete Hansjörg Durz von seinen ersten drei Jahren im Deutschen Bundestag. Dabei zeichnete er ein Bild, welches kontrastreicher nicht sein könnte. Lange berichtete er über die Erfolge, die erreicht worden seien. "Ökonomisch stehen wir blendend da", stellte er einleitend und mit Blick auf die Arbeitslosenzahlen fest. Jedoch brauche eine starke Region auch eine leistungsfähige Infrastruktur. Der Bund investiere deshalb Millionen in die Erweiterung der Straßen- und Bahnnetze. Stück für Stück zählte Hansjörg Durz die bedeutendsten Maßnahmen auf.

Das Lechfeld konnte er in seinen Ausführungen mehrfach nennen. Die Ansiedelung großer Unternehmen sei ein Glücksfall. Zudem erhalte das Lechfeld Fördermittel zur überörtlichen Zusammenarbeit. Unter dem Beifall der Delegierten betonte er: "Das Lechfeld ist und bleibt ein großer Bundeswehrstandort." 49 Millionen Euro seien in den Standort bereits geflossen, weitere 72 Millionen Euro würden bis zum Jahr 2020 noch folgen.

Im Sommer 2015 habe sich die große Zustimmung der Bevölkerung an der Bundespolitik spürbar gewandelt. Die Flüchtlingskrise habe viele verunsichert und sogar Ängste produziert. Die CSU sei keine Protestpartei, habe jedoch den Ruf der Menschen nach klaren Worten gehört. Auf Bundesebene würden viele Maßnahmen die Handschrift der CSU tragen. Die Westbalkanstaaten seien zu sicheren Herkunftsländern erklärt worden, das Personal des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sei aufgestockt und das Integrationsgesetzt verabschiedet worden. Die Zahl der Asylbewerber sei deutlich zurückgegangen. Aktuell liege die Zahl der neuankommenden Asylbewerber im Landkreis unterhalb der Ausreisenden. 

Wie es Hansjörg Durz verdeutlichte, könnten nicht alle Probleme der Welt bei uns gelöst werden. Die Kommunikation sei nicht gerade gut gelungen. Deshalb betonte er wie wichtig es jetzt sei, dass wir uns unserer Werte stärker bewusst werden und uns dafür einsetzen indem wir dessen Einhaltung einfordern. Wir befänden uns in einer Zeit epochaler Veränderung. Demographischer Wandel, Digitalisierung und Globalisierung können Zukunftsängste auslösen. Auch darum will sich Hansjörg Durz in einer neuen Legislaturperiode kümmern. Die Unterstützung der Delegierten hat er dafür bekommen.