Am 08.06.2011 lud der CSU Ortsverband Graben-Lagerlechfeld zu einem Besuch des Biokraftwerkes in Graben ein. Geführt wurde die Besuchergruppe durch den Betriebsleiter Christian Metzler. Er erklärte nicht nur die Hintergründe der Biogasproduktion, er ging auch ausführlich auf die verschiedene Fragestellungen der Besucher ein. Unter anderem wurde das Thema EHEC angesprochen, da in den letzten Tagen Biogasanlagen als Quelle der EHEC-Bakterien in Verdacht gerieten.

CSU Graben Besucht Biokraftwerk

Am Freitag den 20.05.2011 fand in der Lechfeldkaserne des Bundeswehrstandortes Lechfeld die 3. Konferenz zur Sicherung des Bundeswehrstandortes Lechfeld statt. Begleitet wurde die Konferenz dieses Mal vom parlamentarischen Staatssekretär Christian Schmidt den der Koordinator der Konferenz, Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald, eingeladen hatte. Nach einer offenen Aussprache in einem nichtöffentlichen Teil wurde im Anschluss die Presse hinzugezogen.

Pro Lechfeld mit Staatssekretär Schmidt

Die Nachrichten und Bilder über das Reaktorunglück aus dem entfernten Japan können auch hier in Graben und auf dem Lechfeld die Menschen verunsichern oder gar Ängste schüren. In Gesprächen kam es sehr oft zu der Frage: "Über kurz oder lang muss doch diese Katastrophe auch Auswirkungen auf uns haben, oder nicht?". Zum Glück hat das Landesamt für Umwelt (LfU) eine Service-Hotline eingerichtet. Ich bin dort heute dieser Frage nachgegangen.

Laut dem Mitarbeiter der Service-Hotline sind die Auswirkungen sicherlich messbar, jedoch für uns derzeit unbedenklich. Das „Gute“ an der Radioaktivität ist wohl, dass die Strahlung immer weiter nachlässt. Die Halbwertszeit der Elemente gibt an, wie schnell die Strahlung nur noch halb so groß ist. So hat das radioaktive Edelgas Xenon 133 eine Halbwertszeit von 5,2 Tagen, das radioaktive Jod strahlt in 8 Tagen nur noch halb so stark. Aufsteigende Teile aus Japan brauchen mehrere Tage bis sie hier in Deutschland ankommen. In dieser Zeit zerfällt die Strahlung in kleinste Bruchteile. Leider ist die Halbwertszeit des Cäsium 137 mit ca. 30 Jahren sehr viel höher. Jedoch kommt bei allen Elementen hinzu, dass sich die Teile im Raum verteilen und quasi verdünnt werden.

Die Service-Hotline des LfU ist zwischen 8 Uhr und 18 Uhr unter der Telefonnummer (0821) 9071 – 5005 zu erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Homepage http://www.lfu.bayern.de

Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald hat heute in Graben die "2. Konferenz zur Sicherung des Bundeswehrstandortes Lechfeld" durchgeführt. Ich habe daran als einer der Vertreter der Bürgerinitiative "Pro Lechfeld" teilgenommen und kann folgendes berichten:

Gruppenbild mit Eduard Oswald

Staatssekretär Schmidt kommt auf das Lechfeld
Eduard Oswald eröffnete uns, dass er eine Besuchszusage von dem parlamentarischen Staatssekretär Christian Schmidt für das Lechfeld bekommen hat. Einen Termin konnte er aber noch nicht nennen. Auf Vorschlag von Oberst Stefan Scheibl, Kommodore des Jagdbombergeschwader 32, wird nun der 26.06.2011 als Termin geprüft, da dann auf dem Lechfeld das "Bürgerfest am Wasserturm" gefeiert wird.

Amazon hat Standortvorteile auf dem Lechfeld erkannt
Für Landrat Martin Sailer ist die erst kürzlich bekannt gewordene Ansiedelung eines Logistikzentrum der Firma Amazon auf dem Lechfeld der Beweis für die hervorragenden Standortbedingungen. Ähnlich wie für den Bundeswehrstandort habe man Argumente gesammelt, die für den Standort Lechfeld sprechen und die haben wohl gewirkt. Aus meiner Sicht wäre es nun interessant diese Argumente mit denen der Bürgerinitiative Pro Lechfeld vergleichen zu können.

Wie gestern öffentlich bekannt wurde, wird Amazon in Graben ein 110.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum bauen. Die zentrale Lage in Europa, das sehr gute regionale Mitarbeiterpotenzial und die hervorragende Anbindung an alle größeren Autobahnen sowie die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Graben und dem Landkreis Augsburg sind die Hauptgründe für die Auswahl des Standortes.

Laut Amazon sollen bis zu 1.000 langfristige Arbeitsplätze entstehen, dazu sollen bis zu 2.000 weitere saisonale Arbeitsplätze angeboten werden. Ab April sollen bereits neue Mitarbeiter aus der Region eingestellt werden. Interessenten senden ihre Bewerbung an die Agentur für Arbeit Augsburg, Stichwort ‘Amazon’, 86218 Augsburg oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

In Spitzenzeiten werden dort also fast so viele Menschen arbeiten, wie unsere Gemeinde an Einwohner hat. Was diese Entwicklung im einzelnen für unseren Ort bedeutet, wird sicherlich nicht nur in unserem Ortsverband Gesprächsthema sein. Ich freue mich schon auf angeregte Diskussionen.