Pressemitteilung, Graben den 26.05.2013

Oberstleutnant Gräfe und Ortsvorsitzender WillmsDie Tagungen zur Fluglärmkommission auf dem Lechfeld werden zukünftig durch das Jagdgeschwader 74 aus Neuburg a.d. Donau, dem die Flugplatzstaffel des NATO-Flugplatzes Lechfeld untersteht, fortgesetzt. Dies erfuhr der Lechfelder CSU Ortsvorsitzende Torsten Willms in einem Gespräch mit Oberstleutnant Frank Gräfe, der als Geschwaderkommodore neben dem Neuburger Geschwader seit April 2013 inzwischen auch für den Flugbetrieb des NATO-Flugplatzes Lechfeld zuständig ist. Gräfe kündigte an, dass die nächste Tagung voraussichtlich in der 40. Kalenderwoche im bisher gewohnten Rahmen und Umfang stattfinden werde. Im Dezember 2012 führte noch das Lechfelder Jagdbombergeschwader 32 (JaboG) eine Lärmschutzkommission durch. Aufgrund der Neuausrichtung der Bundeswehr und der damit einhergehenden Auflösung des JaboG 32, wurde damals diese Veranstaltung als letzte Tagung der Lärmschutzkommission angekündigt.

Im Gespräch erläuterte Willms, dass in der Vergangenheit immer wieder einmal der Fluglärm durch einige Bürger zum Thema gemacht wurde. „Die Klagen kommen dabei nicht unbedingt aus der direkten Nachbarschaft des Flugplatzes, vielmehr sind vereinzelte Wortmeldungen aus der umliegenden Region zu hören gewesen“, sagte er. Aus seiner Sicht müssen die Flugbewegungen auf ein Maß begrenzt sein, welches die Luftwaffe für den Übungsflugbetrieb und Einsatz unbedingt benötigt. Die Tagungen der Fluglärmkommission geben der Bundeswehr die Möglichkeit, im Dialog mit den betroffenen Gemeinden ihre Flugaufträge zu erklären, Auswertungen der Lärmbelastung zu präsentieren und den zukünftig geplanten Flugbetrieb (z.B. Nachtflug) anzukündigen. Und nicht nur die Förderung des Verständnisses für den Auftrag der Bundeswehr steht bei den Tagungen der Lärmschutzkommission im Vordergrund. „Im Sinne der über Fluglärm klagenden Bürger kann man sich bei dieser Tagung austauschen und nach Wegen suchen, die für beide Seiten vertretbar sind. Ich freue mich deshalb sehr, dass Oberstleutnant Frank Gräfe ohnehin bereits geplant hatte, die Tagungen alljährlich fortzusetzen“, sagte Willms nach dem Gespräch.

Der Neuburger Kommodore erläuterte nochmals den Auftrag der ihm unterstellten Flugplatzstaffel in Lechfeld. „Nach der Auflösung des Jagdbombergeschwader 32 ist der Auftrag des NATO-Flugplatzes Lechfeld die Sicherstellung eines Ausweichflugplatzes im süddeutschen Raum. Damit sind die geplanten Flugbewegungen am Platz deutlich geringer als zu Zeiten eines hier dauerhaft stationierten Verbandes." Weiter sagte Gräfe: "Eine Ausnahme stellt die Verlegung des Neuburger Geschwaders für ca. 9 Monate im nächsten Jahr dar, die in der Sanierung der Startbahn in Neuburg begründet ist.“