Die Nachrichten und Bilder über das Reaktorunglück aus dem entfernten Japan können auch hier in Graben und auf dem Lechfeld die Menschen verunsichern oder gar Ängste schüren. In Gesprächen kam es sehr oft zu der Frage: "Über kurz oder lang muss doch diese Katastrophe auch Auswirkungen auf uns haben, oder nicht?". Zum Glück hat das Landesamt für Umwelt (LfU) eine Service-Hotline eingerichtet. Ich bin dort heute dieser Frage nachgegangen.

Laut dem Mitarbeiter der Service-Hotline sind die Auswirkungen sicherlich messbar, jedoch für uns derzeit unbedenklich. Das „Gute“ an der Radioaktivität ist wohl, dass die Strahlung immer weiter nachlässt. Die Halbwertszeit der Elemente gibt an, wie schnell die Strahlung nur noch halb so groß ist. So hat das radioaktive Edelgas Xenon 133 eine Halbwertszeit von 5,2 Tagen, das radioaktive Jod strahlt in 8 Tagen nur noch halb so stark. Aufsteigende Teile aus Japan brauchen mehrere Tage bis sie hier in Deutschland ankommen. In dieser Zeit zerfällt die Strahlung in kleinste Bruchteile. Leider ist die Halbwertszeit des Cäsium 137 mit ca. 30 Jahren sehr viel höher. Jedoch kommt bei allen Elementen hinzu, dass sich die Teile im Raum verteilen und quasi verdünnt werden.

Die Service-Hotline des LfU ist zwischen 8 Uhr und 18 Uhr unter der Telefonnummer (0821) 9071 – 5005 zu erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Homepage http://www.lfu.bayern.de